Baby,  Kinder

Das Schreibaby

Babys weinen, aber wie viel ist normal? Nach Definition gilt ein Baby als Schreibaby wenn es mehr als drei Stunden pro Tag (24h), an mehr als drei Tagen die Woche, an mehr als drei aufeinander folgenden Wochen schreit. Aber egal ob dein Baby dieser Definition entspricht oder nicht. Ein schreiendes Baby kann einen schnell zur Verzweiflung bringen.

Kommt dir das bekannt vor? Ich war mit meiner ersten Tochter an genau dieser Stelle. Schreit dein Baby mehr als Andere und lässt sich fast nicht beruhigen? Du zweifelst an dir und musst dir viele Kommentare anhören, von Menschen, die vermeintlich besser wissen was dein Baby braucht als du?

Dann möchte ich dir heute sagen, du bist nicht allein! Vieles haben wir ausprobiert, um unserer Tochter zu helfen, das meiste hat leider keinen Unterschied gemacht. Nur eine Sache hat bei unserer Kleinen geholfen, und das möchte ich mit dir teilen und hoffe dir damit einige Schreiphasen zu ersparen oder zumindest zu erleichtern.

Schreibabys sind sehr sensibel, reagieren sehr stark auf äussere Reize und tun sich schwer diese zu verarbeiten. Am schlimmsten waren Schreiphasen bei uns, nachdem wir an lauten Orten, mit vielen Menschen waren. So haben wir sehr schnell gelernt diese zu minimieren oder zu vermeiden sogar während das Baby schlief. Es ist eine Art Schutzmechanismus, dass Babys schlafen (oder sich schlafend stellen) wenn sie überfordert werden von äusseren Reizen. Sobald sie jedoch wieder zu Hause angekommen sind beginnt die Verarbeitung und das Schreien geht los. So solltest du vermeiden dein Baby zu vielen Menschen an einem Tag in die Hände zu drücken. Halte dich an die Faustregel: Je mehr Eindrücke dein Baby aufnimmt, desto näher sollte dein Baby bei dir sein.

Kann eine Mutter ihren Säugling vergessen? Bringt sie es übers Herz, das Neugeborene seinem Schicksal zu überlassen? Und selbst wenn sie es vergessen würde – ich vergesse dich niemals! Unauslöschlich habe ich deinen Namen auf meine Handflächen geschrieben, deine Mauern habe ich ständig vor Augen!

Jesaja 49:15-16 HFA

Unsere grösste Hilfe war das Tragen im Tragtuch/ Traghilfe (bitte aber IMMER nur gegen dich gewendet, nie gegen aussen!*). Beim Tragen fühlt sich das Baby durch deine Nähe, deine Wärme und deinen Herzschlag sicher und geborgen. Zudem kann es sich zurückziehen, wenn es sich überfordert fühlt. Das Tragen hat bei uns vieles leichter gemacht, deshalb würde ich dir (wenn du dich dabei wohl fühlst) das Tragen sehr ans Herz legen. Durch das viele Tragen haben sich auch unsere Nächte verbessert. Denn im Gegensatz zu der weit verbreiteten Meinung, dass man die Kinder durch das Tragen verwöhne und sie danach nicht mehr ohne sein können, haben wir ganz andere Erfahrungen gemacht. Durch das viele Tragen am Tag hat sich unsere Kleine so geborgen gefühlt, sodass sie in der Nacht in ihrem eigenen Bettchen schlafen konnte.

Möchtest du zu diesem Thema noch mehr oder vertiefte Informationen, so möchte ich dir die Seite www.schreibaby.ch ans Herz legen. Dort gibt es sehr viele hilfreiche Informationen sowie eine nützliche Selbsthilfeanleitung.

*Zum richtigen Tragen in einer Tragehilfe werde ich bald noch ein Blogeintrag schreiben